
Peking Reiseführer
Jahrtausendealte Kaisergeschichte trifft auf pulsierende moderne Metropole
Peking, die geschichtsträchtige Hauptstadt Chinas, fasziniert als weltpolitisches und kulturelles Epizentrum des Landes. Mit über drei Jahrtausenden Siedlungsgeschichte und mehr als acht Jahrhunderten als kaiserliche Hauptstadt vereint Peking monumentale Weltkulturerbestätten wie die Verbotene Stadt, den Himmelstempel und die Große Mauer mit avantgardistischer Architektur, lebendigen traditionellen Hutong-Gassen und einer weltberühmten Gastronomieszene. Ein Besuch in Peking ist der unverzichtbare Schlüssel zum Verständnis des traditionellen und des modernen China.
Wichtige Eckdaten für Ihre Peking-Reise
1. Kaiserliche Erhabenheit: Die Welterbestätten von Peking
Peking beherbergt sieben UNESCO-Welterbestätten – mehr als jede andere Stadt weltweit. Im Zentrum ragt die Verbotene Stadt (Palastmuseum) empor, der weltgrößte Palastkomplex aus Holz mit 980 Gebäuden, in dem 24 Kaiser der Ming- und Qing-Dynastien residierten. Südlich davon liegt der Himmelstempel, ein Meisterwerk sakraler Holzarchitektur ohne einen einzigen Nagel, in dem die Herrscher für reiche Ernten beteten. Im Nordwesten der Stadt lädt der Sommerpalast mit dem weitläufigen Kunming-See, dem Marmorschiff und dem 728 Meter langen Wandelgang zu entspannten Spaziergängen ein.
Nur rund 70 Kilometer nördlich der Innenstadt windet sich die Große Mauer spektakulär über schroffe Berggrate. Für Erstbesucher empfiehlt sich der Abschnitt Mutianyu mit bequemen Seilbahnen und einer Rodelbahn, während Wanderer den wilden, authentischen Abschnitt Jinshanling oder die nachts malerisch illuminierte Mauer bei Simatai schätzen.
2. Das lebendige Erbe: Hutongs, Hofhäuser und Alltagskultur
Das authentische Herz Pekings schlägt in den Hutongs – den engen, von grauen Ziegelmauern gesäumten historischen Gassen rund um den Glocken- und Trommelturm sowie den Shichahai-See. Hinter den massiven Holztoren verbergen sich traditionelle Vierseithöfe (Siheyuan), in denen seit Generationen Familien zusammenleben. Heute erleben die Viertel Nanluoguxiang, Wudaoying und Dongsi eine faszinierende Renaissance: Neben alteingesessenen Teigtaschen-Imbissen und Teestuben finden sich stylische Cafés, Buchläden und Kunsthandwerksateliers.
3. Moderner Pulsschlag: Avantgarde-Kunst und Olympiabauten
Peking ist zugleich ein globales Zentrum für zeitgenössische Kunst und avantgardistische Architektur. Die Kunstzone 798 im Stadtbezirk Chaoyang hat ehemalige Rüstungsfabriken der DDR-Bauhaus-Moderne in Galerien, Skulpturengärten und Designstudios verwandelt. Im Norden demonstriert der Olympische Park mit dem Vogelnest-Stadion und dem futuristischen Water Cube Pekings Rolle als erste Stadt, die sowohl Sommer- als auch Winterspiele ausrichtete. Im Viertel Sanlitun pulsiert das internationale Nachtleben mit Rooftop-Bars, Boutiquen und exzellenten Restaurants.
4. Kulinarische Entdeckungen: Von kaiserlicher Küche bis Straßenimbiss
Die Pekinger Küche vereint kaiserliche Raffinesse mit bodenständigen Spezialitäten des Nordens:
- Peking-Ente (Peking Duck): Knusprig karamellisierte Haut, serviert mit feinen Pfannkuchen, Gurkenstreifen, Frühlingszwiebeln und süßer Bohnensauce. Renommierte Adressen sind Quanjude, Dadong oder Siji Minfu.
- Zhajiangmian: Handgezogene Weizennudeln mit gebratener Schweinehack-Sojabohnenpaste, serviert mit knackigem frischem Gemüse.
- Mongolischer Kupfertopf (Shuan Yangrou): Hauchdünne Lammfleischscheiben, die am Tisch in kochender Brühe im traditionellen Holzkohle-Kupferkessel gegart und in aromatische Sesampaste getaucht werden.
- Traditionelle Frühstückskultur: Frittierte Teigstangen (Youtiao) mit warmer Sojamilch oder gedämpfte Baozi an Straßenständen der Altstadt.
Praktische Reisetipps für Peking
U-Bahn-Netz: Das Pekinger U-Bahn-System ist extrem günstig, pünktlich und zweisprachig auf Englisch beschildert. Aktivieren Sie den Beijing Subway QR-Code in Alipay, um Drehkreuze kontaktlos zu passieren. Der Airport Express verbindet die Terminals PEK und PKX in 20 bis 30 Minuten mit dem Stadtzentrum.
Ticket-Reservierungen im Voraus: Wichtig für alle Reisenden: Die Verbotene Stadt und das Nationalmuseum erfordern zwingend eine Vorabreservierung von bis zu sieben Tagen über offizielle Miniprogramme oder Plattformen wie Trip.com. Vor Ort gibt es keine Tageskassen mehr für diese Hauptattraktionen.
