Das Tibet Travel Permit (TTP): Gesetzliche Vorgaben und Beantragungsfristen
Das Dach der Welt übt seit jeher eine magische Anziehungskraft auf Abenteurer aus. Für ausländische Reisende unterliegt Tibet jedoch besonderen Einreisebestimmungen. Eine völlig eigenständige Individualreise ohne zertifizierten Reiseleiter ist gesetzlich nicht gestattet, doch mit der richtigen Vorbereitung verläuft die Organisation überraschend reibungslos.
Das zwingend erforderliche Dokument ist das Tibet Travel Permit (TTP), das vom tibetischen Fremdenverkehrsamt ausgestellt wird. Sie können dieses Dokument nicht selbst beantragen, sondern müssen es mindestens zwanzig bis dreißig Tage vor Reiseantritt über eine lizenzierte chinesische Reiseagentur anfordern, die auch Ihren lizenzierten Guide und Fahrer stellt.
Anreise nach Lhasa: Spektakulärer Qinghai-Tibet-Zug versus Inlandsflug
Bei der Anreise nach Lhasa haben Sie die Wahl zwischen dem Flugzeug und der legendären Qinghai-Tibet-Bahn. Die Zugfahrt ab Xining über den 5.072 Meter hohen Tanggula-Pass gilt als eines der größten Ingenieurswunder der Welt. Die Waggons sind druckbelüftet und verfügen über Sauerstoffanschlüsse an jedem Schlafplatz.

Die 21-stündige Bahnfahrt bietet spektakuläre Panoramablicke auf grasende Yaks, schneebedeckte Sechstausender und das weite Changtang-Hochplateau. Zudem hilft die allmähliche Höhenzunahme Ihrem Körper bei der Akklimatisierung ungemein im Vergleich zu einem Direktflug.
Höhenkrankheit (AMS) wirksam vorbeugen: Die ersten 48 Stunden in Lhasa
Lhasa liegt auf rund 3.650 Metern Höhe. Die akute Höhenkrankheit (AMS) ist ein ernstzunehmendes Thema, das auch sportliche Reisende treffen kann. Planen Sie die ersten zwei Tage ohne straffes Besichtigungsprogramm ein: Trinken Sie reichlich warmes Wasser, meiden Sie Alkohol und laufen Sie gemächlich.
Sollten leichte Kopfschmerzen auftreten, helfen Ibuprofen und Ruhe. Nahezu alle Mittelklasse- und Luxushotels in Lhasa bieten sauerstoffangereicherte Zimmer oder tragbare Sauerstoffkonzentratoren, die das Einschlafen in den ersten Nächten spürbar erleichtern.
Kulturelle Verhaltensregeln in tibetischen Klöstern und am Jokhang-Tempel
Beim Besuch heiliger Stätten wie dem Potala-Palast, dem Jokhang-Tempel oder dem Kloster Sera gelten strenge Respektregeln. Kleiden Sie sich zurückhaltend mit bedeckten Schultern und langen Hosen. Das Tragen von Hüten und Sonnenbrillen in den Gebetsräumen ist untersagt.

Umrunden Sie Chörten und Gebetsmühlen stets im Uhrzeigersinn. Das Fotografieren von Buddha-Statuen und Mönchen in den Innenräumen ist meist streng verboten oder erfordert eine gesonderte Gebühr. Fragen Sie Ihren Guide vor jedem Schnappschuss um Erlaubnis.
Beste Reisezeit und empfohlene Reiseroute von Lhasa zum Yamdrok-See
Die ideale Reisezeit für Zentraltibet reicht von Mai bis Oktober, wenn die Temperaturen angenehm mild sind und die Straßen zu den Hochgebirgsseen eisfrei bleiben. Eine klassische Einsteigerroute umfasst vier Tage in Lhasa, gefolgt von einem Tagesausflug über den 4.990 Meter hohen Kamba-La-Pass zum türkisfarbenen Yamdrok-See.
Mit Trip.com können Sie Zubringerflüge nach Xining oder Chengdu bequem buchen, während Ihre lokale Agentur die permit-bezogenen Formalitäten und den Hotel-Check-in für Sie übernimmt.
